mm Ringe.
"Die Sicherheit ist derzeit ein heißes Thema bei uns", sagte FDP-Kreistagsmitglied Jan Herm Warsen aus Emlichheim zur Begrüßung des sicherheitspolitischen Sprechers der FDP-Landtgsfraktion, Jörg Bode, im Landhaus Buddenberg in Ringe. Vor knapp 30 Interessierten erinnerte Warsen an die Versprechen, dass im Zuge der Polizeireform mehr Polizeibeamte in die Fläche kommen sollten. "Aber wir merken nichts davon", monierte Warsen.
Für mehr Präsenz der Polizei in der Fläche sprach sich auch Emlichheims Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters (GBF) aus. "Wenn sich jemand bedroht fühlt, hat in zehn Minuten die Polizei vor Ort zu sein", forderte Jörg Bode unmissverständlich, räumte jedoch ein, dass es bei nicht so dringlichen Fällen auch einmal 15 Minuten sein könnten. Emlichheims Bürgermeister Heinrich Strenge (SPD) machte darauf aufmerksam, dass es in der Samtgemeinde Emlichheim schlichtweg nicht möglich sei, in zehn Minuten an allen möglichen Einsatzorten zu sein. Jan Herm Warsen ergänzte, in den Samtgemeinden Emlichheim und Uelsen sei es oftmals nicht zu schaffen, in 20 Minuten an allen möglichen Einsatzorten zu sein. Daniela Kösters warnte davor, neben der Polizeistation in Emlichheim zu sehr auf die Zuständigkeit der Polizei in Nordhorn zu verweisen. In den Samtgemeinden Emlichheim und Uelsen müssten mehr Beamte vor Ort sein.
Auf Nachfrage der GN sagte der Pressesprecher der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Achim van Remmerden, gestern, die Polizei sei "bestrebt" innerhalb der Inspektion unter 20 Minuten am jeweiligen Einsatzort zu sein. Van Remmerden machte zudem darauf aufmerksam, dass bei mehreren Einsätzen gleichzeitig es nicht in jedem Fall möglich sei, in 20 Minuten am Einsatzort zu sein. Im Umkehrschluss heißt das: Will man kürzere Zeiten bis zum Einsatzort, braucht man mehr Personal.
Im weiteren Verlauf der Diskussion wurden mehrere Stimmen laut, die sich für mehr Präsenz der Polizei bei den Schulen aussprachen. Das galt sowohl für Aktionen für mehr Verkehrssicherheit (wie etwa Fahrradkontrollen) als auch für mehr Präsenz, um die gefühlte Sicherheit (etwa auf den Schulwegen) zu erhöhen. Jan Herm Warsen bedauerte es, dass die Polizei der Einladung zur Diskussion nicht gefolgt sei.


