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FDP Grafschaft Bentheim

30.09.2008
"Das ist ein verbindliches Votum"

da Emlichheim. Zur Gestaltung des neuen Kreisverkehrs in Emlichheim sollte eine ausgediente Pferdekopfpumpe aufgestellt werden. Das meinen 53 Prozent der Anrufer, die an der GN-Telefonumfrage teilgenommen haben. 47 Prozent der Anrufer lehnten diesen Gestaltungsvorschlag der Gemeinde ab. "Das ist ein verbindliches Votum für den Gemeinderat", sagte der zweite stellvertretende Bürgermeister Willi Klümper (FDP) in einer ersten Stellungnahme. "Ich kann mit der Pumpe gut leben", meinte Bürgermeister Heinrich Strenge (SPD). "Die Politik muss die Entscheidung der Bevölkerung akzeptieren", so die erste stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Mittelstädt-Ernsting (CDU). "Wenn die Mehrheit der Bevölkerung die Pumpe will, dann wird so entschieden", sagte GBF-Fraktionschef Uwe Beiderwellen.

Eine klare Mehrheit gab es in der Umfrage am Sonnabend, als 170 (56 Prozent) für und 132 gegen die Pumpe votierten. Am Sonntag waren 78 (57 Prozent) dafür und 59 dagegen. Die Gegner riefen am Montag an. In den letzten Stunden der Umfrage waren 21 (31 Prozent) für die Pumpe im Kreisverkehr aber 47 dagegen.

Heinrich Strenge meinte, er sei nach längerem Nachdenken für die Pumpe. Sie gehöre zum Wappen und stehe symbolisch für den Aufschwung, den Emlichheim durch die Erdölförderung genommen habe. In seiner Familie seien drei für und einer gegen die Pumpe gewesen. Sigrun Mittelstädt-Ernsting sagte, sie hoffe nun auf ein gutes Gesamtkonzept für die Gestaltung des Kreisverkehrs und auf weitere Sponsoren. Im Haushalt der Gemeinde sind bislang nur 10000 Euro eingeplant.

Für Willi Klümper ist die hohe Zahl der Anrufer, insgesamt beteiligten sich von Sonnabendfrüh bis gestern Mittag 507 Menschen an der Umfrage, ein Beleg dafür, "dass sich sehr viele Leute Gedanken zu dem Thema gemacht haben". Er hätte sich zwar auch etwas zum Thema Stärkekartoffeln oder "Fahrradfreundliche Kommune" vorstellen können. Die Pumpe sei jedoch ansehnlich.

Uwe Beiderwellen hätte sich persönlich zwar eine Gestaltung ohne Pumpe nur mit Pflanzen gewünscht. Da er aber selbst den Vorschlag zu der Abstimmung gemacht habe, werde er sich natürlich der Mehrheit anschließen. "Egal, was wir sonst entschieden hätten: Es wäre immer die Hälfte dagegen gewesen. So liegt wenigstens eine Abstimmungsergebnis vor", so der GBF-Fraktionschef.

Für Gemeindedirektorin Daniela Kösters kommt es jetzt darauf an, die Pumpe durch eine ansprechende Gestaltung und farbige Beleuchtung zur Geltung zu bringen. Die Pumpe sei auch nicht unmodern, denn die Erdölförderung sei nach wie vor ein wichtiges Thema in Emlichheim, denn die Vorräte würden noch für rund 20 Jahre reichen. Zudem sei die Pumpe ein Symbol, das jeder sofort mit Emlichheim verbinde. Selbst Kinder empfänden die Nickerpumpen schon als Wahrzeichen.




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