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FDP Grafschaft Bentheim

Stau im Radwegebau

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

nachfolgenden Leserbrief vom 04.09.2011 haben die Grafschafter Nachrichten nicht veröffentlicht. Zu ihrer Begründung gaben sie an, grundsätzlich keine Leserbriefe von Mandatsträgern zu veröffentlichen.

Stau im Radwegebau

Bezug: GN-Bericht "FDP fordert Bau weiterer Radwege" vom 31. August

Um das Ziel des Landkreises "Alle Kreisstraßen mit Radwegen zu versehen", müssen, wie die Öffentlichkeit jetzt erfuhr, nur noch in den Samtgemeinden Uelsen, Emlichheim und Neuenhaus an den restlichen Kreisstraßen Radwege gebaut werden. Für die gut 46km lange relevante Gesamtstrecke haben die einzelnen, betroffenen Gemeinden, wie auch betroffene Bürger seit langem einen Ausbau beim Landkreis beantragt. Die gesamte Kostensumme soll rund 10,5 Mio. Euro betragen. Bei der jetzigen Praxis des Landkreises jährlich gut eine viertel Million Euro dafür im Haushalt bereitzustellen, wird es nach Adam Riese noch 40 Jahre dauern bis die übrig gebliebenen Straßen einen Radweg haben. Selbst wenn es durch Nachfolgeregelungen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GKVG) einmal wieder 60 Prozent Zuschuss geben sollte, werden über 16 Jahre vergehen bis die Zielsetzung erreicht ist.

Der absolute Auslöser der die Verschiedenartigkeit der Tragweiten für den Radwegweiterbau hervorbrachte, war wohl der Antrag der FDP-Kreistagsfraktion im Kreisausschuss mit den mittlerweile im Haushalt reservierten 530.000 Euro "die Teilstrecke an der K20, vom Oeveringer Feldweg bis zur Echteler Kreuzung auszubauen", der dort einmütig abgelehnt wurde mit der Begründung, das man damit eventuell auf eine GVFG-Förderung von 60 Prozent verzichte. Dieses Vorbringen kann, wie man nicht nur aus Insiderkreisen weiß, nicht zutreffen, zumal weitere Kreisstraßenabschnitte in das betreffende Mehrjahresprogramm aufgenommen wurden und somit auf die Mittelbereitstellung noch länger warten müssen. Die Ablehnung führt deshalb zu einem vermeintlichen Stau im Radwegebau.

Als Uelsenerin weiß ich um die Sicherheitserfordernis von Radwegen an den Kreisstraßen für Freizeit und Tourismus, u.a. mit der Verkehrsbelastung durch landwirtschaftliche Maschinen und auch Kiestransporte. Nach einer Fertigstellung hätte auch Emlichheim einen "Stein im Brett", wenn es demnächst wieder darum geht den Titel "Fahrradfreundlichste Gemeinde" zu verteidigen.


Dipl.- Ing. Annette de Vries
Zum Erholungspark 3
49843 Uelsen


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